Musikalische Vesper am 1. Advent

Nein, es war nicht das, was man so allgemein unter adventlicher Musik erwartet.

Die Vesper mit Nadja Studer und David Abgottspon war zugleich herausfordernd, besinnlich, spannungsreich, sehr musikalisch.

Texte rund um Psalm 42 "Wie der Hirsch nach frischer Quelle" zwangen zum Nachdenken. Ebenso die Zitate von Simone Weil:

Die Unmöglichkeit –
die radikale, deutlich wahrgenommene Unmöglichkeit,
die Absurdität – ist das Tor zum Übernatürlichen.
Man kann nur anklopfen. Ein anderer ist es, der öffnet.

oder:

Wir können nicht einen Schritt zum Himmel hinauf tun,
Gott durchquert das All
und kommt zu uns.

Dann die Musik. Es ist schwierig zu sagen, welches Stück am meisten gefiel. Man staunte über die modernen Klänge von Jacques Berthier; die Flöte "sang" ihr Solo sehr differenziert und half, die Texte einsickern zu lassen.  Die 3 Mouvements von Alain schliesslich schienen beinahe wie eigens auf das Bild vom "lechzenden Hirsch" und von der sprudelnden Quelle abgestimmt.

All das abgeschlossen mit der rauschenden Toccata von Gigout.

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