Der Gekreuzigte und der Mensch

... mit seinem Kreuz

 

Einige Gedanken für den Betrachter

Wir sehen ein Bild des Gekreuzigten und eines Menschen, der ein Kreuz trägt. "Einen Mann, der gerade vom Feld kam, Simon von Kyrene, den Vater des Alexander und des Rufus, zwangen sie, sein Kreuz zu tragen." (Mk 15, 21). Hier aber hängt Jesus bereits am Kreuz. Der Mensch trägt ein eigenes Kreuz.

Dieser kreuztragende Mensch umfasst mit dem rechten Arm das Kreuz und den Körper Jesu und heftet sich mit der Hand an Jesu Körper. Mit dem linken Arm und der Hand stützt er sein eigenes Kreuz. Das geneigte Haupt Jesu zum Menschen hin und das ergebene Gesicht des Menschen, das er an die Seite des Herzens von Jesu Köper lehnt, drücken Liebe und Vertrautheit aus. Es ist wie ein gemeinsames Kommunizieren. Dadurch schmelzen sowohl die Personen wie die beiden Kreuze zu einer Einheit, die - trotz Kreuz - Geborgenheit ausstrahlt.

 

Lassen wir uns bei meditierendem Einfühlen in diese Szene persönlich ansprechen. Jesu liebender Blick gilt jedem und jeder von uns. Es scheint, als ob Jesus uns einladen will: "Ich bin den (Kreuz-)Weg bereits gegangen, Du darfst deinen (Kreuz-)Weg mit mir gehen."

Mein eigenes Kreuz findet so Sinn und Ziel in meiner persönlichen Liebe zum Herrn. Diese Liebe ermutigt mich zum täglichen Neubeginn, zum Durchhalten in Treue und zur Hoffnung auf die Vollendung der Auferstehung.

(Künstler und Verfasser sind mir nicht bekannt.)

 

(März 2026)
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